Musikvereine während der Pandemie

Wie gehen die Mitglieder mit der besonderen Situation um

Die Corona Pandemie ist allgegenwärtig, die Zahlen der aktiven Fälle sinkt zwar, jedoch sind viele Vereine noch immer beeinträchtigt. Trotz eigenem Vereinsheim ist der Übungsbetrieb unmöglich, so auch beim Spielmanns- und Fanfarenzug Fürstenau. „Die Proben können aufgrund der Auflagen nicht stattfinden“, so Tobias Wittrock, der musikalische Leiter des Vereins.

Die Auflagen zur Aufnahme eines regulären Übungsbetriebs sind kaum umzusetzen. Natürlich müssen die 1,5m Mindestabstand zum Nachbarn eingehalten werden - allerdings gilt für Blasinstrumente ein Abstand von 6m in „Stoßrichtung“ der Blasinstrumente - das ist im Indoor-Bereich nicht umzusetzen.

Welche Auswirkungen hat aber die Pandemie auf den Verein und das Vereinsleben? „Aktuell findet keinerlei Übungsbetrieb statt - somit wirkt sich die Situation extrem auf den Leistungsstand aus“, berichtet Tobias Wittrock. „Wir werden die wirklichen Auswirkungen erst sehen, wenn wir den Betrieb wieder aufnehmen können - ich bin mir sicher, dass wir das aber meistern werden. Die Leistungsträger werden es schon richtigen und die anderen mitziehen“.

Aktuelle Anfragen bei der Stadt Höxter konnten leider auch noch keine Antworten auf die Frage liefern, wann es weiter geht. Es wird immer wieder auf die Corona-Schutzverordnung hingewiesen - was auch Sinnvoll ist - jedoch würden sich sicherlich nicht nur wir über ein Konzept zur Wiederaufnahme des Übungsbetriebs für alle Musikvereine im Kreis freuen. „Die Saison 2020 können wir abschreiben, aber wir müssen jetzt für die nächste Saison durchstarten, um das Leistungsniveau wieder zu erreichen“, so Tobias Wittrock.

Wie aber gehen die Mitglieder mit der Situation um?„Die Situation ist besonders schwierig für unsere jüngsten, die haben erst vor kurzer Zeit bei uns angefangen und haben somit noch keinen ausreichenden Ausbildungsstand und müssen jetzt versuchen sich die Märsche selbst beizubringen, bzw. die Märsche immer wieder zu spielen, um die Routine nicht zu verlieren“, so Lina Hoffmann, Jugendbetreuerin. „Einige der Jugendlichen haben auch Geschwister im Verein, diese proben häufig zusammen, um sich gegenseitig zu motivieren“. Die Jugendlichen versuchen aus der Situation das Beste zu machen, wenn es auch teilweise schwer ist.

Im Bereich der Senioren wird man Kreativ: „Ich habe mir ein Brett gesägt auf dem ich trommeln kann. Die Flötenstimmen spiele ich mir mit einer MP3 ein“, so Jan Weber, Trommler. Wo sich jedoch alle einig sind: „Uns fehlt die Gemeinschaft an den Übungsabenden mit den anderen Mitgliedern. Die Unterhaltungen und Diskussionen im Vereinsheim - das kommt im Moment alles zu kurz“.

Eine weitere große Herausforderung ist jedoch auch der Wegfall jeglicher Auftritte in 2020. Hierdurch entsteht natürlich auch ein finanzieller Schaden. „Im Moment können wir das noch abfedern und überlassen die Hilfsfonds den Vereinen, die sie wirklich benötigen - das darf aber auch kein Dauerzustand werden“, so Tobias Henneke, Vorsitzender des Vereins.

Wie geht es aber nun weiter? „Im Jahr 2020 findet natürlich nichts mehr statt. Die Vereine, die uns gebucht hatten, haben alle mit den Worten: „Schade, aber es geht nicht anders, aber wir werden uns wiedersehen“ abgesagt“, so Nicole Versen, Schriftführerin des Vereins. „Wir haben aber auch schon Anfragen für entsprechende Termine im nächsten Jahr - somit sind wir guter Dinge, so dass es bald fast wie gewohnt weiter gehen kann.

Weitere Informationen: http://www.spielmannszug-fuerstenau.de 


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