Volkstrauertag Fürstenau

Der diesjährige Volkstauertag fand erneut unter COVID 19 Bedingungen statt. Die traditionelle Kranzniederlegung wurde durch den SZFZ Fürstenau mit dem Lied vom guten Kameraden, sowie dem Kirchenchor mit den Liedern "Gedenke" und "Frieden" begleitet. Ferdinand Welling hielt zu diesem Anlass eine Rede zu Ehren der Verstorbenen und im Krieg gefallenen:

Wir haben uns heute hier versammelt um den Toten die in Kriegen gefallen sind, die auf der Flucht gestorben oder Opfer totalitären Handelns wurden. Gerade in dieser dunklen Jahreszeit hört man aber auch immer wieder Stimmen die sagen: muss man denn schon wieder diesem und jenem Gedenken, das ist doch schon alles so lange her. Irgendwann muss es doch auch mal gut sein. Genau dann wird deutlich warum Gedenktage, Denkmäler, Mahnmale so notwendig sind. Wenn ich das Vergangene vergesse besteht die Gefahr die schlimmsten Fehler zu wiederholen. Ich erkenne dann nicht die Vorzeichen der Katastrophe. 

Der Theologe Martin Niemöller schrieb dazu:
„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
 
Wir können das vergangene nicht ungeschehen machen, wir sind nicht für die Fehler der Vergangenheit verantwortlich. Wir sind aber dafür verantwortlich was wir geschehen lassen, wo wir wegsehen, wo wir nicht nein sagen, wo wir nicht protestieren.
Wir müssen uns die Frage stellen: Was rechtfertigt ein Leid wie wir es heute hier beklagen? Was rechtfertigt das Leid Unschuldiger, wie wir es in diesen Tagen immer wieder erleben? Wo bleibt die Menschlichkeit?
Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin Gedenktage wie den Volkstrauertag benötigen. Damit wir uns Erinnern, damit wir in uns gehen und eine Welt für ein menschliches Miteinander schaffen.
Bitten und Beten wir darum, weiter in einer friedlichen und auch wehrhaften Demokratie, mit all ihren Schwächen leben zu können.
Vielen Dank das ihr hier seid.


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